Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 192 (04/2011).

DOSSIER SAATGUT: Saatgut-Aktivismus in Großbritannien

DOSSIER SAATGUT: Saatgut-Aktivismus in Großbritannien

GärntnerInnen gewinnen und tauschen seit langer Zeit Saatgut, das erste Glied in unserer Nahrungsmittelkette. In der Vergangenheit waren es informelle Praktiken, die allen dienten; sie sicherten das Saatgut für die kommende Aussaat, erweiterten die Reihe und die Qualität der verfügbaren Pflanzen und erhielten und verbreiteten Arten und Sorten, die lokal besonders angepasst waren.Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts haben wir uns jedoch daran gewöhnt, (fast) all unser Saatgut einzukaufen. Es wird seither von agroindustriellen Firmen produziert. Diese Entwicklung hat - vielleicht unbeabsichtigt, aber effektiv - zur Verringerung der Sorten und des verfügbaren genetischen Potenzials geführt. Der Vorgang wurde durch die Anforderungen der Großbetriebe noch beschleunigt, die bei weitem die größten Kunden der Saatgutfirmen sind. Sie bevorzugen Eigenschaften wie einheitliches Erscheinungsbild, Haltbarkeit und dicke Schale (um Schäden beim Transport zu verhindern) vor Geschmack, spezifischem Charakter und zeitlich abgestuftem Blühen und Reifen um Überschüssen vorzubeugen. Original Author:  Debbie Greenfield und Seedy Sunday Brighton

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Die Gärten der Arbeiterbrüderschaft

Die Gärten der Arbeiterbrüderschaft

Donnerstag früh, im Café Parvis in St.Gilles. Drei junge Leute trinken schnell ihren Kaffee aus und wenden sich an mich: Sie gehen nach Mouscron, zu einem Gärtnereilehrgang bei Gilbert und Josine. «Da muss man mitmachen, es ist sehr interessant!», rufen sie mir zu.Seit 40 Jahren betreiben Josine und Gilbert Cardon einen Gemüsegarten in einem Arbeiterviertel in der Grenzregion zwischen Lille und Tourcoing-Mouscron. Aber was für ein Garten! Ein offener Ort, an dem sie ihr Wissen großzügig verbreiten und die Qualität eines solidarischen Lebens mit anderen teilen.Es war in den 1970er Jahren, in einer von Arbeitslosigkeit verwüsteten Region. Eine Kohlengrube, eine Textilfabrik nach der anderen wurde geschlossen. Hier erweckten sie die Gartenarbeitsgruppe zum Leben. Auslöser war der Skandal um die neuen Giftmülldeponien für industriellen Abfall in dieser schon extrem verschmutzten Industriegegend.Das erste Ziel war Solidarität. Das heißt: Lebens- und Umweltqualität für alle erreichbar zu machen. Gesundheit beginnt bei gesunder Nahrung und Umwelt. Es ging auch darum, den Menschen Lust zu machen, etwas zu lernen. Original Author:  Jennifer Wishet und Eric Pauporté

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DOSSIER SAATGUT: Internationaler Aktionstag in Brüssel

DOSSIER SAATGUT: Internationaler Aktionstag in Brüssel

Anlässlich der ersten Vorbereitungsversammlung im Dezember für das Internationale Treffen über Saatgut im April in Brüssel lernten wir mehrere Mitglieder des Vereins Le début des haricots1 kennen. Sie gehören nun bereits zum aktiven Kern des belgischen Vorbereitungskomitees. Eric Pauporté ist ebenfalls eine wichtige Stütze für die Organisation dieses Ereignisses. Er beteiligt sich an einer interessanten Initiative: Le jardin de la Fraternité ouvrière. Wir wollen diese beiden Projekte in unserer Aprilnummer vorstellen.2«Le Début Des Haricots» (DDH) entstand im Jahre 2005. Einige LandwirtschaftsstudentInnen in Ath (Südbelgien) waren sich einig, dass angesichts der katastrophal ungesunden Ernährung und dem Identitätsverlust der städtischen Bevölkerung unbedingt etwas unternommen werden müsste. Das Projekt begann mit drei solidarischen Einkaufsgruppen in der Region von Brüssel, die mit einem Gemüsebauern zusammenarbeiteten. Aber das Ziel war auch, selbst an Ort und Stelle in Brüssel zu produzieren. Original Author:  Nicholas Bell (Radio Zinzine)

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LAND - WIRTSCHAFT: Hunger – über die Gründe für Unterentwicklung 1.Teil

LAND - WIRTSCHAFT: Hunger – über die Gründe  für Unterentwicklung 1.Teil

Mit diesem Artikel beginne ich eine Reihe von Buchvorstellungen, die um ein gemeinsames Thema kreisen und einigen hartnäckigen Mythen ein Ende bereiten. Nein, Hunger ist kein Schicksal, für welches das launische Klima, die Überbevölkerung der Erde oder irgendeine minderwertige Rasse verantwortlich gemacht werden müssten. Selbst wenn einige Kontinente vorteilhaftere Bedingungen haben als andere, bleibt Hunger eher das Resultat von sozialen und wirtschaftlichen – folglich politischen – als geographischen Faktoren: Hunger ist eine Plage, für die hauptsächlich der Mensch verantwortlich ist.Beim ersten Buch handelt es sich um «Geopolitik des Hungers» von Josué de Castro, das 1952 auf Französisch (Editions Ouvrières) und 1973 in deutscher Übersetzung beim Suhrkamp Verlag erschienen ist. Original Author:  Jacques Berguerand (Longo maï)

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GESTERN - HEUTE - MORGEN: Ma bister ! Vergesst nie! Roma, Sinti, Gitans, Manouches

GESTERN - HEUTE - MORGEN: Ma bister ! Vergesst nie!  Roma, Sinti, Gitans, Manouches

Wir erinnern uns an die fremdenfeindlichen Aussagen von Nicolas Sarkozy vom letzten Jahr in Bezug auf die Roma und deren spektakulären Abschiebungen nach Rumänien. Angesichts dieses hysterischen Rassismus haben die Bewohner von Reillanne, einer Kleinstadt in der Provence, beschlossen, eine Reihe von Veranstaltungen zu machen. Einer der Höhenpunkte war der Vortrag der Historikerin Claire Auzias. Sie hat in den letzten 20 Jahren zahlreiche Bücher und Forschungsarbeiten über die Roma veröffentlicht. Hier ihr Vortrag: Original Author:  Claire Auzias (Socius, Lissabon)

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Aktuelle Termine

Okt 2017
24
20:15
Buchlesung in St.Gallen mit Emmanuel Mbolela

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA
Zwischen Widerstand, Flucht und Exil; mit dem Autor Emmanuel Mbolela
St.Gallen, Palace, Zwinglistr. 3, Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Flyer hier


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