Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 196 (08/2011).
DOSSIER ITALIEN: Sklaverei im Salento

Über die Ausbeutung der Migranten in der «green economy» ApuliensDieser Skandal flog auf, als Hunderte von Arbeitern, hauptsächlich aus Afrika, vom 22. bis zum 30. März 2011 die Straßen der Kleinstadt San Pancrazio in der Provinz Brindisi besetzten. In Kürze weitete sich der Protest auf andere Gebiete des Salento, den südlichen Teil Apuliens, aus. Original Author: Iside Gjergji
Von Iside Gjergji, eingestellt am 24.09.2011 weiterlesenDOSSIER ITALIEN: Ein Streik der Tomatenpflücker

Gestern in den Morgenstunden, am 30. Juli 2011, geschah in der Nähe von Nardo’ in der italienischen Provinz Apulien etwas ganz Außergewöhnliches. Vierzig ausländische Arbeiter waren gerade dabei, Tomaten für 4 Euro die gefüllte Kiste zu pflücken, was einer Arbeitsstunde gleichkommt, als der «caporale»* von ihnen Überstunden verlangte. Die Tagelöhner forderten daher eine zusätzliche Bezahlung, die ihnen wie üblich nicht gewährt wurde.Bis hierher war alles wie immer: Der gewöhnliche Machtmissbrauch bei der Ausbeutung der Arbeiter. Doch im Gegensatz zu allen anderen Malen entschieden die vierzig Landarbeiter spontan, die Arbeit niederzulegen und verließen gemeinsam die Plantage. Sie taten dies, obwohl sie wussten, dass Dutzende andere Arbeitssuchende täglich im Morgengrauen darauf warten, von den «caporali» für einen Hungerlohn zum Ernteeinsatz ausgewählt zu werden. Für jeden Immigranten, der sich weigert, für einen zu geringen Lohn zu arbeiten, stehen zehn andere bereit, welche die «caporali» anflehen, für noch weniger Geld arbeiten zu dürfen, um nicht völlig arbeits- und mittellos dazustehen. Original Author: Die Brigade aktiver Solidarität Nardo’, 31. Juli 2011
Von Die Brigade aktiver Solidarität Nardo’, 31. Juli 2011, eingestellt am 24.09.2011 weiterlesenNORWEGEN: Terrorismus aus der Kälte

Am Nachmittag des 22. Juli 2011 werden Teile des Regierungsviertels von Oslo von einer Autobombe zerstört. Die Explosion dröhnt durch die ganze Stadt. Die spontanen Reaktionen gehen alle in die gleiche Richtung: «Das ist islamistischer Terror!»; «Das ist ein Angriff der Al Qaïda!»; «Das haben wir davon, dass wir in Afghanistan und Libyen an der Seite der Amerikaner Krieg führen!» Ausländer werden auf der Straße tätlich und verbal angegriffen. Alle – Ausländer wie Einheimische – flüchten nach Hause, schalten den Fernseher ein und erfahren kurz danach, dass jemand auf der Insel Utöya, eine Autostunde von Oslo entfernt, junge Menschen niederschießt. «Islamterror-Experten» aller Schattierungen besetzen den Bildschirm, um die Bedrohung in allen Details auszumalen. Original Author: Sissel Brodal EBF
Von Sissel Brodal EBF, eingestellt am 24.09.2011 weiterlesenUNGARN: Wer Wind sät, wird Sturm ernten

Die Roma sind nach wie vor Spielball der Politik, sagt der enttäuschte Rom Janos Farkas, aus Gyöngyöspata. Er spielt damit auf die Tatsache an, dass bei der vorgezogenen Bürgermeisterwahl von den fünf Parteien nur die parlamentarische Rechtsaußen-Partei Jobbik einen Kandidaten stellte und somit das Terrain ihr alleine überlassen blieb.Am 18. Juli war Wahlsonntag in Gyöngyöspata, in jenem Dorf, das dieses Jahr für einige Monate wegen Konflikten zwischen Roma und Neonazis in der Weltpresse Schlagzeilen machte. Im April hatten die seit Monaten schwelenden Konflikte den amtierenden Bürgermeister zum Rücktritt bewogen. Die vorgezogene Bürgermeisterwahl gewann der Agronom und Wachmann Oszkar Juhasz, der örtliche Vorsitzende der parlamentarischen Rechtsaußen-Partei Jobbik. Für Jobbik – auf deutsch «Die Besseren», stimmten von 1293 Wahlberechtigten 433, also rund 34 Prozent der DorfbewohnerInnen. Den Siegeszug der Ultrarechten verstärkten noch die zusätzlichen 134 Stimmen der paramilitärischen Organisation Vederö (Schutzmacht). Bei einer Stimmbeteiligung von 60 Prozent gewann der Rechtsaußenblock insgesamt 44 Prozent. Original Author: Gina Böni Budapest
Von Gina Böni Budapest, eingestellt am 24.09.2011 weiterlesenGESTERN - HEUTE - MORGEN: Musterschüler und Zauberlehrling 2.

Wie viel Westen steckt im modernen Islam? In der Debatte über den Islam ist oft die Rede von einer Identität, die mit den westlichen Werten unvereinbar sei. Thomas Bauer, Professor für Islamwissenschaft und Arabistik an der Universität von Münster, zeigt im Folgenden auf, dass der moderne Islam, radikal oder gemäßigt, nicht als Fortsetzung des traditionellen Islam angesehen werden kann und dass er mehr von der Kolonisierung als von seinen historischen Quellen geprägt ist. Zweiter Teil.Die Reihe der Beispiele lässt sich beliebig fortführen. Ich nenne nur folgende: Original Author: Thomas Bauer* Universität Münster
Von Thomas Bauer* Universität Münster, eingestellt am 24.09.2011 weiterlesenAktuelle Termine
28
20:00
Vortrag und offene Diskussion mit der Schriftstellerin Silvia Pérez Vitoria - Apéro mit regionalen Bioprodukten
Galerie Kulturzentrum «alts Schlachthuus», Laufen
Silvia Pérez rekapituliert in groben Zügen die Geschichte der Landwirtschaft. Sie zeigt auf, dass BäuerInnen überall auf der Welt für Werte wie Solidarität und ökologisches Gleichgewicht eingestanden sind. Mehr...
Organisation: uniterre; unterstützt durch: Kleinbauern-Vereinigung, Longo maï, Europäisches BürgerInnenforum
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08:30
Komm mit dem MenschenStrom zum AKW Mühleberg - gemeinsam und gewaltfrei für eine erneuerbare Zukunft!
Besammlung ab 8:30 Bahnhof Gümmenen
Am ersten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima fordern wir: Energiewende jetzt! Mühleberg und Beznau sofort vom Netz!
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