Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 202 (03/2012).

Landgrabbing: Neokolonialer Landraub in Afrika.Der globale Widerstand wächst

Landgrabbing: Neokolonialer Landraub in Afrika.Der globale Widerstand wächst

Landgrabbing ist in jüngerer Zeit zu einer Art Medienliebling avanciert – und das durchaus zu Recht. Denn der seit 2007 explosionsartig angewachsene Ausverkauf fruchtbarer Böden an Banken, Investmentfonds und Konzerne, gleicht mittlerweile einer riesigen Enteignungswelle, die im Süden des Globus für mehrere Hundert Millionen Kleinbauern und -bäuerinnen, FischerInnen und ViehhirtInnen den Verlust ihrer Existenzgrundlagen bedeuten könnte.So sind allein zwischen Oktober 2008 und Juni 2009 weltweit mindestens 47 Millionen Hektar Land unter den Hammer gekommen – was der Größe Schwedens und somit einem Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der EU entspricht.Rund 75 Prozent des Landgrabbings erfolgt mittlerweile in Afrika, betroffen sind mindestens 23 Länder in sämtlichen Teilen des Kontintents, darunter auch krisengeschüttelte Staaten wie die D.R. Kongo, Süd-Sudan oder Äthiopien. Auffällig ist indessen ein ins Ökonomistische, ja Objektivistische abdriftender Gestus in der hiesigen Berichterstattung: Im Zentrum stehen die konkreten Abläufe sowie Konsequenzen der Umnutzung großer Wald-, Agrar- und Weideflächen zugunsten kommerzieller Landwirtschaft. Original Author:  Olaf Bernau NoLager Bremen

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AKTUELL: Wir organisieren den Widerstand und brauchen einen langen Atem! Der Kampf für das Recht auf Nachbau von Saatgut in Deutschland.

AKTUELL: Wir organisieren den Widerstand und brauchen einen langen Atem! Der Kampf für das Recht auf Nachbau von Saatgut in Deutschland.

Saatgutkonzerne wollen EuGH-Urteile aushöhlen um einfacher abzukassieren. Drohen auch in Österreich Nachbaugebühren?Bäuerinnen und Bauern in Europa: Aufgepasst! Nachbau, das jahrhundertalte Recht der Bauern und Bäuerinnen, einen Teil der Ernte aufzubewahren, um diesen im folgenden Jahr auszusäen, soll beseitigt werden. Erneut versuchen die Züchter, die Nachbauregelung beim Saatgut zu ihren Gunsten zu gestalten und für die Bauern und Bäuerinnen zu verschärfen. Dank des entschlossenen Widerstands der IG Nachbau und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in Deutschland mussten sie in den vergangenen Jahren Niederlagen einstecken. Wie hat alles angefangen? Die Interessengemeinschaft gegen Nachbaugebühren haben 15 Bauern und Bäuerinnen  am Rande der AbL-Bundesversammlung 1998 gegründet. Diese Bauern und Bäuerinnen weigerten sich damals einer von den Saatgutfirmen eingesetzten Treuhandgesellschaft Auskunft darüber zu erteilen, was sie auf ihren Feldern anbauten, ob und mit welchem Saatgut sie Nachbau betrieben. Die Saatgutfirmen verklagten sie und bekamen vor den unteren Instanzen Recht. Original Author:  Georg Janßen, Geschäftsführer der IG Nachbau und der AbL in Deutschland

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AKTUELL:Saatgut-Vermarktungsverbote in der EU vor dem Aus?

AKTUELL:Saatgut-Vermarktungsverbote in der EU vor dem Aus?

Juliane Kokott, Generalanwältin beim Europäischen Gerichtshof (EuGH), hat gefordert, das Vermarktungsverbot für Saatgut von Pflanzensorten aufzuheben, die nicht in offizielle Sortenkataloge eingetragen sind. Dies ist das wesentliche Ergebnis ihres Schlussantrages im Fall«Association Kokopelli gegen Graines Baumaux». Darin heißt es wörtlich: «Das … Verbot, Saatgut von Sorten zu verkaufen, die nicht nachweislich unterscheidbar, beständig und hinreichend homogen sind … ist wegen Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit, (…) ungültig.»Wenn der EuGH diesem Antrag folgt – was meistens der Fall ist – werden entsprechende Regelungen in der europäischen Saatgutverkehrsgesetzgebung hinfällig; die EU-Richtlinien für Saatgut und die nationalstaatlichen Umsetzungen dieser Richtlinien müssten in diesem Sinne überarbeitet werden.Dies wäre ein sehr erfreuliches Ergebnis für alle Initiativen und Betriebe, die sich der Erhaltung alter Pflanzensorten, ihrer Weiterentwicklung und der Verbreitung von Saatgut dieser Sorten widmen. Ein Sieg für alle Menschen, die sich der Vielfalt im Garten und auf dem Acker verschrieben haben! Kokopelli Original Author:  Heike Schiebeck*, Longo maï,Via Campesina Austria

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MAROKKO: Die Bewegung vom 20. Februar

MAROKKO: Die Bewegung vom 20. Februar

MAROKKO: Die Bewegung vom 20. FebruarDas Jahr 2011 wurde durch einen populären Aufschrei wachgerüttelt: «Verschwinde!» Zuerst in Tunesien, wo am 14 Januar der Diktator Ben Ali durch eine ebenso starke wie auch unerwartete Bewegung weggefegt wurde; anschließend erging es Mubarak am 11. Februar in Ägypten ebenso. Die Völker vom Maghreb bis zum Maschrek1 lehnen sich auf, organisieren sich selber, besetzen die Straßen auf friedliche Weise, wehren sich gegen die Repression, überwinden ihre Angst und erheben ihre Stimme: «Chaab Yourid» (das Volk will). Zweiter Teil Original Author:  Suad Guennun

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ARCHIPEL AKTUELL: Auf dass die Krise sich zuspitze?

ARCHIPEL  AKTUELL: Auf dass die Krise sich zuspitze?

Im Jahr 1979, als es in Frankreich knapp eine Millionen Arbeitslose gab und die Gehälter der Arbeiter noch nicht aufgehört hatten anzusteigen, veröffentlichte ein unbekannter Ökonom einen Essay unter dem provokativen Titel: Auf dass die Krise sich zuspitze! François Partant, ehemaliger «Entwicklungsbanker», legte um 1970 alle seine Ämter in internationalen Institutionen nieder, aus Ablehnung der Aufträge, die er zwanzig Jahre lang ausgeführt hatte: die Modernisierung der Ökonomien der Dritt-Welt-Länder mit dem Ziel, sie durch Wohlstandstransfers aus den am weitesten industrialisierten Ländern in die «entwickelte» Welt zu integrieren. Zweiter Teil Original Author:  Matthieu Amiech

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Aktuelle Termine

Okt 2017
24
20:15
Buchlesung in St.Gallen mit Emmanuel Mbolela

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA
Zwischen Widerstand, Flucht und Exil; mit dem Autor Emmanuel Mbolela
St.Gallen, Palace, Zwinglistr. 3, Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Flyer hier


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