Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 206 (07/2012).

Marokko: Erfolgreicher Hungerstreik der Arbeiter_innen von Soprofel

Marokko: Erfolgreicher Hungerstreik der Arbeiter_innen von Soprofel

Nach 38 Tagen Hungerstreik von sechs Landarbeiter_innen anerkennt Soprofel-Idyl, das größte französische Agrobusiness-Unternehmen in Marokko, deren Rechte! Das in der Region von Agadir gelegene Unternehmen ist das Bedeutendste im Souss1, das industrielle Gemüse- und Obstproduktion für den Export betreibt.Laut Angaben der marokkanischen Landarbeiter_innengewerkschaften beschäftigt es 12'000 Landarbeiter_in-nen zu prekärsten Bedingungen, verwaltet mehr als tausend Hektar in Gemüse- und Obstanbau, besitzt zwei Verpackungsanlagen, die in der Lage sind, pro Jahr 150'000 Tonnen Tomaten nach Europa zu exportieren, ganz zu schweigen von den anderen Produktionen.2Der Konflikt dauert seit 2007 an. Demonstrationen und Sit-Ins fanden statt, Vertragsprotokolle wurden nicht eingehalten und die lokalen marokkanischen Behörden unterstützten das Verhalten der Unternehmensleitung. Da beschlossen sechs Landarbeiter_innen dieses Unternehmens aus reiner Verzweiflung, ab dem 26. April vor den Bürogebäuden der Gesellschaft ein Plastikzelt aufzuschlagen und darin einen unbegrenzten Hungerstreik zu beginnen. Eine starke Mobilisierung und ein historischer Sieg Original Author:  Marc Ollivier (Grenoble, Juni 2012)

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Griechenland: Ein anderes Griechenland entdecken

Griechenland: Ein anderes Griechenland entdecken

Unser zweiwöchiger Aufenthalt in Griechenland genügt kaum, um eine klare Einschätzung des Landes zu gewinnen. So eine kurze Reise kann höchstens vergegenwärtigen, wie schlecht wir dieses Land kennen. Der Reisende merkt jedoch schnell, dass das Land wenig mit dem karikierten Bild zu tun hat, das uns die Medien zurzeit einhämmern. In diesem Reisebericht möchten wir nicht ausführlich über die tiefe wirtschaftliche, soziale und menschliche Krise sprechen, die Griechenland heute heimsucht. Wir wollen auch nicht die schweren Schäden aufzählen, welche die Diktate der berühmt berüchtigten europäischen Troika1 anrichten. Nur soviel: Die Löhne sind um 20 bis 30 Prozent gesunken, manchmal sogar um 50 bis 70 Prozent, und die Renten um 20 Prozent. Im Gesundheitsbereich gibt es drastische Einschnitte, und die Arbeitslosenzahlen sind in astronomische Höhen gestiegen. 40'000 Menschen sind zusätzlich obdachlos geworden; eine Million Gratis-Essen werden jeden Tag von verschiedenen Organisationen und der Kirche ausgegeben, und dies auf eine Gesamtbevölkerung von 10,5 Millionen.Wir möchten eine andere Realität beschreiben, eine, die wir in ländlichen Gebieten entdeckt haben. Original Author:  Nicholas Bell EBF - Frankreich

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HIER UND JETZT: Elektronische Kennzeichnung von Tieren

HIER  UND  JETZT: Elektronische Kennzeichnung von Tieren

Eine Rückschau auf die Geschichte der Industrialisierung und Bürokratisierung der Viehzucht. Seit 1. Juli 2010 ist die elektronische Kennzeichnung von Tieren obligatorisch für jedes neugeborene Lamm und jedes neugeborene Zicklein. Gegen diese neue Phase der Politik bei der Rückverfolgbarkeit und gegen die Fortführung der Politik einer flächendeckenden Industrialisierung in der Landwirtschaft regt sich Widerstand. Zweiter Teil. Obwohl manche schon 2006 aufbegehrten, befindet er sich aber immer noch in einem embryonalen Stadium. Nachdem im ersten Teil dieses Artikels auf die jüngere Geschichte der Tierzucht und -haltung sowie auf die Ursprünge einer die Industrialisierung begünstigenden Politik eingegangen wurde, wovon die elektronische Kennzeichnung nur einer von vielen Aspekten ist, soll nun die Bedeutung dieser Entwicklung analysiert werden. Original Author:  Xavier Noulhianne (Züchter in Lot-et-Garonne August 2011)

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AKTUELL: Solidarität mit Flüchtlingen

AKTUELL: Solidarität mit Flüchtlingen

Neokoloniale Verhältnisse sind allgegenwärtig: Über die Ausbeutung von Bodenschätzen im globalen Süden, eine Politik der Verschuldung, Strukturanpassungsprogramme durch IWF und Weltbank u.v.a.m. Angesichts einer solchen Politik, welche die Lebensgrundlagen vieler Menschen im globalen Süden zerstört und Armut verschärft, ist es nur allzu verständlich, wenn Menschen ihre Länder verlassen, um anderswo ihren Anteil an Glück und materieller Sicherheit einzufordern!Der pensionierte Pfarrer Jacob Schädelin von den reformierten Kirchen Bern-Jura-Soloturn hat in diesem Zusammenhang vor kurzem im Rahmen eines Vortrags in Wien gar von einer Art «Pflicht zur Migration» im Sinne der Pflicht zum Auszug aus unterdrückenden Verhältnissen gesprochen. Eine vom biblischen Imperativ der Suche nach dem guten Leben ausgehende Migrations-Theologie muss ihm zufolge dabei einen neuen Blick auf Migration als Befreiungsprozess entwickeln.Es kann nur auf gleicher Augenhöhe mit den unmittelbar Betroffenen eine emanzipatorische Bewegung solidarischen Miteinanders aufgebaut werden. Erfolgreiche Kämpfe wie jene der Sans Papiers – also der sogenannten «Papierlosen», d.h.

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ÖsterReich: Landbesetzung in Wien

ÖsterReich: Landbesetzung in Wien

Vom Entstehen eines emanzipatorischen Projektraumes.Solidarisch Landwirtschaften! Jedlersdorf (kurz: SoliLa). Der Name ist Programm. Am 17. April, dem Tag des Kleinbäuerlichen Widerstandes, besetzten 100 Menschen 3,6 Hektar fruchtbarsten Boden in der Stadt Wien um ihn zum Ausgangspunkt einer gesellschaftlichen Wende zu machen. Hier wird dem neoliberalen Virus in unseren Köpfen ein konkreter Agrikulturraum von Solidarität, Respekt und Achtsamkeit entgegengestellt.Wer hätte das noch Anfang April gedacht? Eine Landbesetzung in Österreich. In einem Staat, der durch und durch von der Unantastbarkeit privaten Besitzes und Eigentums überzeugt scheint, einem Staat in dem die verschleiernden Zahlen der offiziellen Wohlstandsmessungen den Menschen wie kaum sonst wo, die Richtigkeit der neoliberalen Kommodifizierungspolitik und ihrer Paradigmen suggerieren (sowohl beim Bruttoinlandsprodukt als auch bei Beschäftigungslosenzahlen klettert Österreich in den internationalen Rankings seit der globalen Finanzkrise beständig nach oben). Original Author:  Bernhard Antensteiner, Wien

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