Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 210 (12/2012).

DOSSIER: Die Situation der Roma

DOSSIER: Die Situation der Roma

Wenn Roma durch eine «Aktion von Bürgerinnen und Bürgern» vertrieben werdenAm 27.September dieses Jahres haben ca. fünfzig Bewohner_innen der Siedlung «les Créneaux» im Nordteil von Marseille, Roma, die sich fünf Tage zuvor mit ihren Wohnwagen auf einem leer stehenden Gelände niedergelassen hatten, gezwungen, dieses zu verlassen. Die Aktion entflammte, als eine Familie, die als einzige noch in einem benachbarten Gebäude wohnt und sich schon seit längerem gegen die Renovierung des Viertels sträubt, die anderen, ehemaligen Bewohner_innen zusammentrommelte, um «Selbstjustiz zu üben». Die meisten Medien übernahmen, ohne Prüfung auf Wahrheit, die Beteuerungen der Anrainer_innen: Sie hätten «gewollt, dass sich alles gut abspielt und keine Gewalt angewendet würde». Die Zeugenaussagen der Roma hingegen beschreiben, dass die Bewohner_innen von «les Créneaux» mit Benzinkanistern in die Wohnwagen, in denen die Familien mit ihren Kindern lebten, eindrangen und ihnen androhten, diese anzuzünden, wenn nicht innerhalb von fünf Minuten das Feld geräumt werde. Ein Zeuge bestätigt, dass er mit einer Schusswaffe bedroht wurde. Original Author:  Paul Braun Radio Zinzine

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DOSSIER: Die Roma und «wir»

DOSSIER: Die Roma und «wir»

In Italien werden in der letzten Zeit verstärkt Pogrome gegen Roma veranstaltet. Seitdem Rumänien Anfang 2007 Mitglied der EU wurde, flüchten immer mehr Roma vor zunehmenden Diskriminierungen und äußerst schlechten Lebensbedingungen speziell für diese Gruppe nach Italien, wo sie am Rande der Städte wiederum unter Elendsbedingungen hausen. Der Reaktion des Mobs entspricht die Reaktion der rechten italienischen Regierung: Sie greift zu uralten Mitteln einer Bekämpfung der «Zigeunerplage», also zu Sondermaßnahmen, die ausschließlich die Gruppe der Sinti und Roma betreffen sollen.Falsch wäre es jedoch, das neue antiziganistische Syndrom allein in Italien lokalisieren zu wollen, auch wenn diese Art des Rassismus dort aktuell die schlimmsten Blüten im westlichen Europa treibt. Antiziganistische Übergriffe und eine verstärkte antiziganistische Propaganda seitens der Medien sind seit den frühen 90er Jahren auch hierzulande beobachtbar 1, wobei die Massenvernichtung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus eher nebenbei eingeräumt wird. Original Author:  Roswitha Scholz WASTE TO WASTE

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ITALIEN: Land gegen die Krise

ITALIEN: Land gegen die Krise

Die europäische Landwirtschaft macht nur 1,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus. In Italien ist es seit 2010 ungefähr 1,9 Prozent. Kann man daraus schließen, dass die Krise den Primärsektor der Wirtschaft verschont und das Land seinem Ruf als wichtigem Landwirtschaftsproduzenten gerecht wird? Fakten und Zahlen zeigen die verheerenden Wirkungen der landwirtschaftlichen Industrialisierung auf sozialer Ebene und auf die lebenswichtige Aktivität der Nahrungsmittelproduktion. 2.TeilIm Jahre 2012 produziert Italien noch knapp 80% seiner Nahrungsmittel. 30% vom Hartweizen und 55% vom Weizen, die für die Grundnahrungsmittel wie Brot, Teigwaren und Süßwaren notwendig sind, werden eingeführt. Die heutige Produktion von 7 Millionen Tonnen genügt in keiner Weise dem Bedarf, ein Großteil davon wird von der Nahrungsmittelindustrie und für den Export verschlungen. Die Anbaufläche für Getreide ist von 4,5 Mio. Hektar im Jahre 1960 auf heute 2,5 Mio. gesunken. In der gleichen Zeitspanne schnellte die Maisproduktion auf 1,2 Mio. Hektar (auf Kosten von anderem Getreide) mit einem Ertrag von 10 Millionen Tonnen. Original Author:  Jean Duflot

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LAUTSPRECHER: Widerstand gegen Flughafenprojekt in Nantes

LAUTSPRECHER: Widerstand gegen Flughafenprojekt in Nantes

Es handelt sich um ein grosses Gelände auf dem Land, ein paar Kilometer von Nantes (Bretagne) entfernt, das in einen internationalen Flughafen umgewandelt werden soll. Die Politiker und Wirtschaftsbosse planen ein Wirtschaftsgebiet unter dem Titel «Grosser Westen», das von Nantes bis St.-Nazaire reichen und zu einer einzigen grossen Metropole verschmelzen soll. Die Realisierung dieses Vorhabens verlangt die Kontrolle über den Himmel, das Meer und die Erde: So soll der bisherige Flughafen von Nantes durch den neu geplanten in Notre-Dame-des-Landes ersetzt  werden; dazu würde der Hafen von St.-Nazaire vergrössert, und neue Strassen und Autobahnen befinden sich in der Planung ... «Die ZAD ist für die Raumplaner ‚la Zone d‘Aménagement Différé’ (in etwa: Zone einer anderen Einrichtung des Raumes); für uns ist es eine zu verteidigende Zone.»

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MAGREB: Sozialforum Migration» im marokkanischen Oujda

MAGREB: Sozialforum Migration» im marokkanischen Oujda

Auf eine Initiative des «Sozialforums Maghreb» hin versammelte sich am Wochenende des 06./07. Oktober 2012 ein Sozialforum Migration (Forum social des migrants) in Oujda, im Nordosten Marokkos, nur wenige Kilometer entfernt von der Grenze zu Algerien.Dazu kamen rund 500 Menschen zusammen. Eine Mehrheit von ihnen kam aus Marokko, unter ihnen circa 180 subsaharische Migrant_inn-en, die derzeit in dem Maghreb-Land leben. Hinzu kamen Menschen-rechts-Aktivist_innen, Gewerkschaft-er_innen und Intellektuelle sowie Vertreter_innen sozialer Bewegungen. Aus Frankreich und Belgien waren NGO-Vertreter_innen, Aktive aus antirassistischen Organisation (wie SOS Migrants Brüssel) oder europäisch-maghrebinischer Vereinigungen wie der FTCR (Verband der Tunesier_innen für Bürgerrechte auf beiden Ufern, gemeint: des Mittelmeers) angereist. Unter ihnen auch der Verfasser dieser Zeilen.Am Samstag früh gegen 09.30 Uhr begann die Veranstaltung im «Aktivitäts- und Fortbildungszentrum der Vereine/Bürgerinitiativen» (Espace de formation et d’animation du Tissu associatif) in einem Vorort der Halbe-Million-Einwohner-Stadt Oujda. Original Author:  Bernard Schmid, Paris

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Aktuelle Termine

Okt 2017
19
19:30
Buchlesung in Luzern mit Emmanuel Mbolela

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA
Zwischen Widerstand, Flucht und Exil; mit dem Autor Emmanuel Mbolela
Luzern: Sentitreff, Baslerstr. 21, Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Flyer hier

Okt 2017
20
19:30
Buchlesung in Zürich mit Emmanuel Mbolela

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA
Zwischen Widerstand, Flucht und Exil; mit dem Autor Emmanuel Mbolela
Zürich: Autonome Schule, Sihlquai 125, Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Flyer hier

Okt 2017
22
16:00
Buchlesung in Basel mit Emmanuel Mbolela

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA
Zwischen Widerstand, Flucht und Exil; mit dem Autor Emmanuel Mbolela
Basel, Longo maï-Haus, St. Johanns-Vorstadt 13, Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Flyer hier

Okt 2017
24
20:15
Buchlesung in St.Gallen mit Emmanuel Mbolela

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA
Zwischen Widerstand, Flucht und Exil; mit dem Autor Emmanuel Mbolela
St.Gallen, Palace, Zwinglistr. 3, Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Flyer hier


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