Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 211 (01/2013).

ANDALUSIEN: Die Zeit der symbolischen Aktionen ist vorbei

ANDALUSIEN: Die Zeit der symbolischen Aktionen ist vorbei

Die Woche, die wir in Somonte, dieser Oase von Menschlichkeit und Solidarität und von vielfältigen landwirtschaftlichen Kulturen, mitten in einem riesigen Gelände von Monokulturen im Becken von Guadalvir bei Palma de Rio, einer kleinen Stadt 50km von Cordoba erlebt haben, war sehr intensiv. Wir sind zu zehnt von Frankreich und der Schweiz gekommen, um die andalusischen Landarbeiter_innen zu unterstützen, die seit dem 4.März dieses Gelände von 400 ha besetzen und einen Teil davon bewirtschaften.1Als Mitglieder der Gewerkschaft SOC-SAT haben sie sich immer gegen das Unrecht in der Landverteilung, die miserablen Arbeitsbedingungen in der industriellen Landwirtschaft und die Ungerechtigkeit in diesen andalusischen Provinzen gewehrt, in denen die Wirtschaft auf der Ausbeutung von Tagelöhnern und Saisonarbeitern durch die Grossgrundbesitzern aufgebaut ist. Seit drei Jahren versinkt die Region immer mehr in der Krise; bereits 30% der Bevölkerung sind arbeitslos und - das ist der Gipfel - die andalusische Regierung hat beschlossen, 20‘000 ha öffentliches Land an die Meistbietenden zu verkaufen – also an Banken und Spekulanten. Original Author:  Nicholas Bell, EBF

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SCHWEIZ: Eine Delegation des SOC

SCHWEIZ: Eine Delegation des SOC

Anfang Dezember 2012 kehrten wir, einige Mitglieder des EBF sowie eine Delegierte des Solifonds, einmal mehr ins Plastikmeer nach El Ejido und Almeria im Süden von Spanien zurück. Dieselbe Ernüchterung und Traurigkeit, wie vor fast dreizehn Jahren anlässlich der  ersten internationalen Delegationen. Das Pogrom gegen die marokkanische Bevölkerung in den Strassen von El Ejido hatte uns damals alarmiert, woraufhin wir mehrere internationale Delegationen organisiert haben, um die Ereignisse besser verstehen und dementsprechend handeln zu können. Wir trafen dann zum ersten Mal auf die Chabolas, diese Hütten aus Plastik- und Holzabfällen, in denen ein grosser Teil der immigrierten Marokkaner und Schwarzafrikaner lebten, die temporär für die Ernte angestellt werden - für hors-saison Gemüse, wie Tomaten und Paprika, die im Winter in den hiesigen Supermärkten angeboten werden. Die lokale und regionale Regierung sowie die Unternehmer hatten sich damals verpflichtet, Wohnungen für die LandarbeiterInnen zu bauen und ihre Lebensbedingungen zu erleichtern. Und trotzdem ist seither nichts geschehen. Original Author:  Raymond Getaz EBF Schweiz

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ITALIEN :Widerstand regt sich

ITALIEN :Widerstand regt sich

In den italienischen Medien findet die wechselhafte Entwicklung der Landwirtschaft nur wenig Beachtung. Bedeutet dieses Schweigen, dass in der schönen neuen (Landwirtschafts-) Welt alles zum Besten steht? Die Artikel in den letzten zwei Nummern des Archipel weisen auf zahlreiche Probleme und Widersprüche hin. Dieser Beitrag stellt rebellische Initiativen für eine andere (ländliche) Entwicklung vor.Gleichgültigkeit oder Zensur, die Verschlimmerung der Krise im Landwirtschaftssektor scheint die ver-antwortlichen Meinungsmacher_in-nen nicht besonders zu stören. Aber immer mehr Vereine, Tausende von Landarbeiter_innen, Konsument_in-nen, die auf eine nachhaltige (oft biologische) Landwirtschaft Wert legen und Umweltorganisationen leisten gegen dieses auf intensive Produktion beruhende System Widerstand. In dieser Widerstandsfront finden sich zahlreiche Initiativen wieder. Diese mobilisieren sich immer mehr in ganz Italien für eine «andere Landwirtschaft». Sie treten in Erscheinung im Kampf um die Erhaltung von Land (Zugang zu Landwirtschaftsböden, Widerstand gegen den Ausverkauf von Landwirtschaftsland im öffentlichen Besitz, Schaffung von Fonds für Landkauf und Kreditvergabe). Original Author:  Jean Duflot Radio Zinzine

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UKRAINE: Aktiv für Flüchtlinge

UKRAINE: Aktiv für Flüchtlinge

Seit dem Jahr 2009 arbeitet das Europäische BürgerInnen Forum (EBF), der Freundeskreis Cornelius Koch und das C.E.D.R.I eng mit dem «Komitee der Medizinischen Hilfe in Transkarpatien» (CAMZ) zusammen, um Flüchtlingen und Migrant_innen zu helfen, die von der Europäischen Union (EU) in die Ukraine abgeschoben werden. In der Ukraine werden sie wegen illegalen Aufenthalts für ein Jahr (oder mehr) in Gefänginis-Lager eingesperrt. Das CAMZ berichtet im folgenden Artikel über Neuigkeiten und Perspektiven seiner Arbeit.Vom 6. Januar bis 17. Februar 2012, also sechs Wochen lang, dauerte der Hungerstreik von 58 Somalier_innen, davon 28 minderjährigen Mädchen und Jungen, im Gefängnislager Zhuravitchi in der Nähe der Stadt Luts’k. Sie protestierten gegen ihre Haftbedingungen und forderten ihr Recht, einen Asyl-antrag stellen zu dürfen. Als der Hungerstreik zu Ende war, blieben wir noch mit dem Kontaktmann, einem der somalischen Flüchtlinge, in Verbindung. Weil er in allen Kommuniqués als Sprecher aufgetaucht war, hatte er grosse Angst davor, was ihm nach der Entlassung aus dem Lager widerfahren könnte. Original Author:  Natalia Kabatsiy,Komitee der Medizinischen Hilfe in Transkarpatien (CAMZ),Uschgorod (Ukraine)

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GESTERN - HEUTE - MORGEN :Die Roma und «wir»

GESTERN - HEUTE - MORGEN :Die Roma und «wir»

Letzten Monat brachten wir den ersten Teil eines Artikels von Roswitha Scholz über die Geschichte und das Wiederaufkeimen des Rassismus’ gegen Zigeuner. Hier der 2.Teil. Homo sacer und die Zigeuner Original Author:  Roswitha Scholz*

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