Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 225 (04/2014).

BOSNIEN: Bosnischer Frühling?

BOSNIEN: Bosnischer Frühling?

Am 6. Februar 2014 kam es in Tuzla zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen 600 protestierenden Arbeitslosen und der Polizei. Der Protest weitete sich schnell auf die Städte Zenica, Mostar, Srebrenica, Sarajevo und andere aus. Inzwischen werden in neun Städten täglich «Bürgerplenen» abgehalten, an denen sich jede_r beteiligen kann. Hier werden Forderungen und Reformvorschläge diskutiert und formuliert und an die Kantonsverwalter gestellt, die das Plenum inzwischen als Gesprächspartner akzeptieren.Jahrzehntelang hat man der bosnischen Bevölkerung demokratiepolitische Lähmung vorgeworfen. Jetzt stellt sie sich auf eigene Beine, zum Schrecken ihrer Politiker und zum Unbehagen der internationalen Verwalter, die das Monopol auf den Handel mit jenen Rollatoren halten, die sich «westliche Demokratie» nennen. (…)Fast überall machen die Kommentator_innen sich den gleichen Reim auf die Geschehnisse im EU-Protektorat: Die Bevölkerung habe die Nase voll von nationalistischen Phrasen und Korruption. Arbeitslosigkeit, Stagnation und archaische Verbohrtheit hindere die Bosnier daran, so erfolgreich und glücklich zu sein wie wir. Original Author:  Richard Schuberth*

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FRANKREICH: Ausnahmezustand in Nantes

FRANKREICH: Ausnahmezustand in Nantes

Am 22. Februar 2014 fand in Nantes eine große Demonstration gegen den Bau des neuen Flughafens statt. Die Wut der Flughafengegner_innen entlud sich in der Innenstadt. Die Polizei setzte dabei fragwürdige Mittel ein; in der Auseinandersetzung mit Demonstrant_innen gab es über 30 zum Teil schwer Verletzte. Wir möchten hier einigen Demonstrant_innen das Wort geben und veröffentlichen in gekürzter Form ihre Überlegungen zu den Ereignissen.Dieses Mal gelang es der Stadtreinigung nicht, alle Zeichen der Demonstration zu tilgen, denn die hartnäckigsten Spuren wurden nicht an den Hauswänden im Stadtzentrum hinterlassen, sondern in den Köpfen der Menschen. Das Nervensystem der Stadt war von den zehntausenden Demonstrant_innen empfindlich getroffen worden – nicht durch die sogenannte «Verwüstung des Stadtzentrums» (nicht vergleichbar mit der regelmässigen Verwüstung der Hütten und Häuser in der ZAD1), sondern durch die Entschlossenheit, mit welcher der Widerstand gegen die Expansionslogik der Metropole ins Herz der Stadt getragen wurde. Original Author:  Gegner_innen des Flughafenprojekts, Partisan_innen der ZAD

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EISZEIT: Ecran Total in Lyon

EISZEIT: Ecran Total in Lyon

Vom 31. Januar bis zum 2. Februar 2014 fand in Lyon die zweite Zusammenkunft von Ecran Total (Bildschirm Total) statt, einem Bündnis von Einzelpersonen und Kollektiven, die sich der Digitalisierung und Durchdringung ihrer Arbeitswelt oder ihres Lebensalltags mit High-Tech widersetzen.Während der ersten Zusammenkunft, die im Oktober 2013 in Montreuil stattfand, berichteten Sozialarbeiter_innen davon, wie sie die ihnen abverlangte Vorlage von Statistiken verweigerten; Viehzüchter gaben zu Protokoll, wie sie von Verwaltungen in Bedrängnis gebracht werden, wenn sie die Bestückung ihrer Tierherden mit elektronischen Chips ablehnen; Lehrer informierten, wie sie sich der forcierten Ausstattung ihrer Schulen mit Computern, Tablets oder elektronischen Tafeln widersetzen; Beschäftigte des Buchhandels führten aus, wie die Konkurrenz von Supermärkten und des «E-Commerce» ihnen zu schaffen macht. Original Author:  Bertrand Louart Radio Zinzine

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GESTERN - HEUTE- MORGEN: Eine große Divergenz

GESTERN - HEUTE- MORGEN: Eine große Divergenz

Dieser dritten und letzte Teil des Artikels über die Entstehung der «Dritten Welt» bespricht  die Sichtweise von Kenneth Pomeranz auf die Themen Produktion, Handel, SAuch wenn es dem italienischen Händler Marco Polo im 13. Jahrhundert gelingt über die Seidenstrasse Peking zu erreichen, sind zu seiner Epoche die Luxusprodukte aus dem Fernosthandel – raffinierte Stoffe, Gewürze, Mobiliar, Getränke und mehr – vor allem für eine Elite bestimmt. Der Pumpeffekt beginnt langsam über das Rote Meer, Ägypten und Alexandrien, sowie über den Persischen Golf, Ormuz, Aleppo und Konstantinopel den europäischen Kontinent mit asiatischen Produkten zu versorgen. Im 16. Jahrhundert leiten die Portugiesen und später die holländischen Händler zu ihren Gunsten diesen gut funktionierenden Handel militärisch um, weil sie keine Kontrolle über die Transportwege haben. Aber der «Kapitalismus», falls man ihn schon so nennen könnte, basiert noch hauptsächlich auf Handel, auch wenn sich schon sein finanzorientierter, imperialistischer Geist abzeichnet. In Europa konsumiert nur eine kleine begüterte Elite Tee und Gewürze wie Pfeffer, Zimt und Nelken. Original Author:  Jacques Berguerand Longo maï

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LANDWIRTSCHAFT: Saatgut ist Gemeingut Zwischenbericht zum Lehrfilm über Saatgutgewinnung.

LANDWIRTSCHAFT: Saatgut ist Gemeingut Zwischenbericht zum Lehrfilm über Saatgutgewinnung.

Sollten Sie eine_r der vielen sein, die bei der Subskription für den Lehrfilm über Saatgutgewinnung mitgemacht haben, dann haben Sie sich vielleicht schon gefragt, wie es mit der Realisation des Projekts steht. Hier ein kleiner Zwischenbericht:Der Lehrfilm Saatgut ist Gemeingut – Anleitung zur Samengärtnerei richtet sich an alle, die Saatgut selbst vermehren und sich so für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt einsetzen wollen. Als Lehrmittel konzipiert, soll er das Verständnis für die Entwicklung der Pflanzen, vom Samen wieder bis zum Samen, die Blütenbiologie der verschiedenen Pflanzenfamilien und ihre Befruchtung vermitteln. Er soll weiter die vielfältigen Handgriffe und Methoden aufzeigen, die beim Anbau, Ernten, Sortieren und Lagern von Saatgut im Garten angewendet werden. Die Erhaltung von bäuerlichen Sorten könnte so wieder von einer möglichst grossen Anzahl von Leuten mitgetragen werden. Seit mehr als einem Jahr arbeiten wir an der Realisierung. Dazu haben wir in den Gärten von Saatgutproduzenten des französischen Vereins Kokopelli, den Kooperativen Longo maï in Südfrankreich und im Zentralmassiv Aufnahmen gemacht.

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Aktuelle Termine

Okt 2017
24
20:15
Buchlesung in St.Gallen mit Emmanuel Mbolela

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA
Zwischen Widerstand, Flucht und Exil; mit dem Autor Emmanuel Mbolela
St.Gallen, Palace, Zwinglistr. 3, Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Flyer hier


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