Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 229 (09/2014).

DOSSIER ISRAEL: Heuchlerische Doppelmoral

DOSSIER ISRAEL: Heuchlerische Doppelmoral

«Tzahal ist weltweit die Armee mit der höchsten Moral». Ein Satz, den sich jeder offizielle Sprecher Israels vorsagt, sobald er morgens aufwacht, und unentwegt wiederholt, bis er abends einschläft. Diesen Satz halten die meisten Israelis für eine absolute Wahrheit. Aber kann eine «höchst moralische» Armee noch Moral haben, wenn sie in unmoralische Praktiken verwickelt ist? Kann ein Sklavenhändler mit dem höchst komfortablen Laderaum seines Schiffes prahlen, wenn er darin Af-rikaner_innen in die «Neue Welt» transportiert?Israel sagt, es habe die Besetzung von Gaza im August 2005 mit dem einseitigen Abzug beendet, geschickt gelenkt vom Kriegsverbrecher Ariel Sharon. Aber in Wahrheit kontrolliert Israel dort die Luft-, See- und Landesgrenzen, die Gaza zum größten Gefängnis in der Geschichte der Menschheit gemacht haben. Seit General El Sisi in Ägypten durch einen illegalen Militärputsch im Juli 2013 die Macht übernahm, ist Gazas letzter Grenzübergang hermetisch abgeriegelt. Original Author:  Dan Salomon (2)

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DOSSIER ISRAEL: Kriegsdienstverweigerung

DOSSIER ISRAEL: Kriegsdienstverweigerung

Udi Segal, 19 jähriger, jüdischer israelischer Staatsbürger, sollte am 28. Juli 2014 seinen Militärdienst antreten. Obwohl es für alle jüdischen Israelis (Frauen und Männer) gesetzliche Pflicht ist, nach dem Gymnasium zur Armee zu gehen, verweigerte Udi. Er wird jetzt, sowie die anderen jungen Menschen, die sich weigern im Tzahal1 zu dienen als «Refuznik» bezeichnet, auf hebräisch: «Sarvan» was soviel heißt wie «Er hat verweigert». Einige Soldat_innen weigern sich, in den besetzten palästinensischen Gebieten zu kämpfen, andere gehen gar nicht zum Heer, so wie Udi. 2005 wurden über 1'000 Refuzniks gezählt – in einem Land mit acht Millionen Einwohner_innen, zerrüttet vom andauernden Krieg und dem automatisch daraus folgenden Patriotismus, welcher die israelische Zivilgesellschaft in zwei Lager trennen möchte.Udi erklärt sich«Ich heiße Udi Segal, bin 19 Jahre alt und komme vom Kibbutz Tuval, im Norden Israels. Vor einigen Monaten habe ich den Brief der Kriegsdienstverweigerer 2014 unterschrieben, der, unterzeichnet von 130 Kriegsdienst-verweiger_innen, an den Premierminister geschickt wurde. Original Author:  Udi Segal

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ITALIEN: Furchtloses Susatal

ITALIEN: Furchtloses Susatal

Die Bewegung «No TAV» hatte alle Aktivist_innenkreise, Unterstützer_innengruppen und unterstützende Einzelpersonen von 17. bis 21. Juli zu einem Sommercamp eingeladen. Es fand zum 15. Mal statt und war dieses Jahr erstmals auf Wanderung. Es war ein langsam wanderndes Camp für ein «Nein» zu unnützen Grossprojekten, die der Bevölkerung aufgezwungen wurden und der Grund sind für die Zerstörung der Landschaft und der Verschwendung von öffentlichen Geldern. Es war ein Marsch in menschlicher Gangart gegen die Militarisierung und Kontrolle des Tals, um sich zu sammeln, miteinander zu diskutieren und gemeinsam gegen die repressive Politik des Staates zu kämpfen. Diese sogenannte «Entwicklungspolitik» betrifft nicht nur das Susatal, sondern drängt sich überall in Europa auf und sucht die Landschaft heim. Viele Kampfgefährt_innen aus allen Ecken des Kontinents hatten sich im Susatal eingefunden und mitgeholfen, ein Netzwerk zwischen den verschiedenen Widerstandsgruppen zu knüpfen.PresseechoWährend 10 Tagen gingen die Demonstrationen einher mit Protest- und Störaktionen gegen die Arbeiten an der Schnellbahnstrecke. Original Author:  Lucia u. Roberto,leben in Longo maï

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KIRGISTAN: Versuchsfeld der Globalisierung

KIRGISTAN: Versuchsfeld der Globalisierung

Boris Petric ist Anthropologe im Norbert-Elias-Zentrum in Marseille. Er beschäftigte sich mit Fragen der Ethnizität in Ex-Jugoslawien, wodurch sein Interesse für die postsozialistischen Länder angestachelt wurde. Petric analysierte die Wiederherstellung politischer Macht in Mittelasien, genauer in Kirgistan, wo er über einen Zeitraum von 10 Jahren eine Feldstudie durchführte. 1.TeilKirgistan, eine ehemalige Sowjetrepublik, ist 1990 unabhängig geworden. Sein Territorium umfasst etwa ein Drittel der Größe Frankreichs, heute leben dort ungefähr 4 Millionen Einwoh-ner_innen. Der Weg hin zur Unabhängigkeit galt den Kirgisen nicht als Sieg über Russland. Unabhängigkeit wurde in den mittelasiatischen Republiken eher hingenommen als gewollt. Nach dem Vorbild der Kolchosen sollten in Kirgistan hauptsächlich Merinoschafe gehalten werden, um Wolle für die sowjetische Textilwirtschaft produzieren zu können. Diese in den Tälern gelegenen Schafzuchtkolchosen wurden aber geschlossen, was den Bankrott von Textilkombinaten im ganzen Land nach sich zog, ebenso wie das Verschwinden eines wirtschaftlichen Netzwerks rund um den Grundstoff Wolle und dessen Verarbeitung. Original Author:  Jacques Berguerand, lebt in Longo maï

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GESTERN - HEUTE - MORGEN: Utopie

GESTERN - HEUTE - MORGEN: Utopie

«Nur die Utopie erhellt den Horizont: nichts ist poetischer als die Selbstverwaltung»1 Am Anfang dieser Artikelserie geht es um das Wort «Utopie» und einen ersten Einblick in die Ideen einiger «Utopisten». 1. TeilZunächst ein kurzer Blick auf die Bedeutung des Wortes "Utopie" sowie seinen historischen und etymologischen Ursprung. Das Wort wurde von Thomas Morus (Sir Thomas More, 1478-1535) in seinem Buch von 1516 die beste Regierungsform der neuen Insel Utopia2 zum ersten Mal benutzt.3 Das Wort «Utopie» stammt aus dem griechischen «outopia», «ou» bedeutet «nicht» und «topos» heisst «Ort»; «outopia» hiesse also ein «Nichtort». Original Author:  Caroline Meyers*

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Aktuelle Termine

Okt 2017
24
20:15
Buchlesung in St.Gallen mit Emmanuel Mbolela

MEIN WEG VOM KONGO NACH EUROPA
Zwischen Widerstand, Flucht und Exil; mit dem Autor Emmanuel Mbolela
St.Gallen, Palace, Zwinglistr. 3, Lesung in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Flyer hier


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