Sie sehen hier eine Liste aller Archipel Artikel der Ausgabe 247 (04/2016).

SCHWEIZ: Demokratiedefizit

SCHWEIZ: Demokratiedefizit

Am 28. Februar stimmte die Mehrheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger gegen die «Durchsetzungsinitiative» der SVP.1 Doch die Freude darüber bleibt einem im Hals stecken.Das – eigentlich erfreuliche – Nein zur Durchsetzungsinitiative täuscht über ein grundlegendes Defizit unserer Demokratie hinweg, das in der Annahme der bestehenden Zwei-Klassen-Gesellschaft liegt. Die Unterscheidung zwischen Schweizern und «Ausländernh gilt als selbstverständlich, bildet Grundlage und Grenze des Denkens und Debattierens. Dass am 28. Februar fast anderthalb Millionen Stimmberechtigte für eine rechtliche Apartheid votierten, folgt der Logik einer bestehenden Dominanzkultur, die ein Viertel der Bevölkerung unseres Landes von gleicher Teilhabe ausschliesst. Original Author:  Matthias Bertschinger, Jurist und Publizist,Vorstandsmitglied Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel

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MAROKKO: Unruhe vor den Toren der Festung Europa

MAROKKO: Unruhe vor den Toren der Festung Europa

Der Grund unserer Reise nach Marokko war eine Konferenz in Rabat, die anlässlich des zweiten Jahrestages des gewaltsamen Todes von dutzenden Migrant_innen abgehalten wurde, die damals in kleinen Booten die spanische Stadt Ceuta erreichen wollten. Sie wurden am 6. Februar 2014 von Kugeln getroffen, die von der Guardia Civil abgefeuert wurden. Nur 15 Leichen wurden gefunden. Die 23 Migranten, die lebend die Küste erreichten, wurden sofort nach Marokko zurückgeschoben. Das Gerichtsverfahren, das nach den Ereignissen gegen die verantwortlichen Polizisten der Guardia Civil eröffnet worden war, wurde am 16. Oktober 2015 fallengelassen und endete mit Freisprüchen für alle beteiligten Polizeikräfte. Original Author:  Dieter Alexander Behr EBF afrique-europe-interact.net

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DEUTSCHLAND: Flüchtlinge nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand

DEUTSCHLAND: Flüchtlinge nehmen ihre Zukunft selbst in die Hand

Es wird viel über sie gesprochen – auf der Internationalen Konferenz von Geflüchteten und Migrant_innen in Hamburg ergriffen sie jedoch selbst das Wort. Über 2.000 Flüchtlinge und Migrant_innen sprachen auf dem selbstorganisierten Treffen das vom 26. bis 28. Februar in der Kulturfabrik Kampnagel stattfand.Angereist waren sie aus Frankreich, Dänemark, Belgien, Spanien, Polen und Tunesien. Auch aus vielen deutschen Städten von Rostock bis Passau kamen Geflüchtete und Unterstützer_innen nach Hamburg. Es ging um Themen wie Asylgesetze, die Lage an den Grenzen, Selbstorganisation und Sexismus. Das Motto der Konferenz: «Der Kampf der Geflüchteten – wie weiter machen? Beendet den Krieg gegen die Migrant_innen.»Raum für Vernetzung und Austausch Original Author:  Kulturfabrik Kampnagel

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GRIECHENLAND: Tapakika, ein später Brief

GRIECHENLAND: Tapakika, ein später Brief

Ich war im Januar 2016 zweieinhalb Wochen in Tapakika. Ein Flüchtlingslager an der griechischen Küste inmitten der Stadt Chios. Mittlerweile hat sich auf Chios viel geändert, es gibt einen neuen Hotspot – ein seltsamer Name für die Organisation der Camps auf militärischem Gebiet und Tapakika gibt es nicht mehr, soweit ich weiss ...Zwischen Brünn und Prag auf der A1. Martin schläft auf der Sitzbank neben mir. Der Gurt dient ihm gleichzeitig als Kopfstütze. Das sieht sehr unbequem aus, scheint aber zu funktionieren. Neben ihm sitzt Axel, und zündet uns die nächste Zigarette an. Vor uns in der Ablage liegen drei leere Päckchen. Ich frage Axel, für wen Isidoro und Panda und all die anderen Griechen am Eingang von Tapakika gearbeitet haben. Und Axel antwortet: Für die Samariter. Die werden von den Norwegern bezahlt, glaube ich. Original Author:  Paul Jeute, 24. Januar 2016

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BULGARIEN: Angst vor den Flüchtlingen

BULGARIEN: Angst vor den Flüchtlingen

Bislang gibt es nur wenige illegale Grenzübertritte nach Bulgarien. Doch die Regierung in Sofia schürt Angst, dass nach der Schließung der Westbalkanroute Flüchtlinge Bulgarien als Ausweichroute nutzen. Kolonnen von Geländewagen dröhnen über die Autobahn, dann sind Soldaten zu sehen. Sie tragen Helme und Schilde vor sich her. Das bulgarische Fernsehen zeigt täglich gemeinsame Einsätze von bulgarischen und mazedonischen Grenzpolizisten, Polizisten und Soldaten. In spektakulären Übungen proben sie derzeit, einen massiven Migrantenandrang abzuwehren und Schlepper aufzuspüren. Nach dem Beitrag spricht der Verteidigungsminister im Fernsehen über mögliche Terroristen unter den Flüchtlingen.Bislang gibt es nur wenige illegale Grenzübertritte nach Bulgarien. Nur 3.160 Migrant_innen – vor allem Iraker_innen und Afghan_innen – suchten im Januar und Februar Schutz in dem Balkanland. Doch die Regierung in Sofia schürt Angst, dass sie wegen der Schließung der Westbalkanroute nun massenweise nach Bulgarien ausweichen könnten. Sie plant verschärfte Aufenthaltsbedingungen für Ausländer und änderte unlängst die Verteidigungsgesetze. Original Author:  Diljana Lambreva, Sofia, n-ost-Korrespondentin, 22. März 2016

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