EDITO Mai 2026

de Constanze Warta, 10 mai 2026, publié à Archipel 358

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Frühling zeigt sich in all seiner Pracht und versucht, uns hie und da die Kriege mit seinen schrecklichen Folgen für einen Moment vergessen zu lassen. Täglich bekommen wir Nachrichten von Charlotte aus dem Libanon*; ihr bedeutet, angesichts der schrecklichen Situation im Südlibanon, jedes neugeborene Zicklein, jeder Sonnentag, jede aufgehende Blume mehr als je zuvor.

Ende März kamen wir aus allen Himmelsrichtungen zum Treffen des Europäischen Bürger:innen Forums zusammen, das diesmal in Mecklenburg-Vorpommern stattfand. Dort tauschten wir uns mit den Menschen aus, die dem rechtsextremen Trend in der Region etwas entgegensetzen. Erstmals luden wir auch junge Russ·innen aus Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland ein, die sich miteinander im Widerstand auf mehreren Ebenen organisieren. Darüber berichten wir in der nächsten Nummer. Auch Zita, eine junge Ungarin nahm an dem Treffen teil – ihren Artikel könnt Ihr hier lesen. Ansar, eine in Berlin lebende Irakerin, mit der wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten, hat ebenfalls einen Artikel für Archipel geschrieben.

Ich wünsche Euch einen schönen, kraftvollen Monat Mai!

Constanze Warta

  • Charlotte lebt im landwirtschaftlichen Projekt Buzuruna Juzuruna und fährt seit Anfang März zweimal in der Woche mit Gemüse- und Getreidelieferungen nach Beirut. Siehe Artikel «Konkrete Solidarität», Arch. Nr. 357, April 2026